
Würde man alle Hitzerekorde aufzählen wollen, die der Juni 2026 in Europa aufgestellt hat, käme man zu keinem Ende, daher fange ich gar nicht erst damit an. Sämtliche Wetterdienste haben sich in den letzten Tagen mit solchen Artikeln überboten, daher soll hier wie gewohnt der Blick auf das Grosse und Ganze gerichtet werden. Bis zum Ende des Monats war die Verschärfung der Trockenheit […]
Weiterlesen...
Bei einem Sandwich soll das Gute in der Mitte liegen, sagt man. Nun, bezogen auf den Mai 2026 dürfte dies Geschmackssache sein. Der Monat war exakt dreigeteilt: Erstes Drittel wechselhaft-warm, zweites Drittel nass-kalt, drittes Drittel trocken-heiss. Am Beispiel der durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur in Konstanz: 21.7 / 15.4 / 28.4 mit sechs Hitzetagen. Visp brachte es gar auf deren zehn am Stück, was für Mai […]
Weiterlesen...
(Fast) alle Jahre wieder: Das Lamento über die ach so schlimme Trockenheit, unterlegt mit Defizit-Karten und -Diagrammen wabert durch den digitalen Blätterwald, dabei grünt dieser (ebenso wie die Wälder draussen) prächtig wie eh und je. Obwohl an dieser Stelle ebenso (fast) alljährlich wiederholt: Ein Niederschlagsdefizit in der ersten Frühlingshälfte ist zumindest für alle tief wurzelnden Pflanzen kein Problem, sogar die meisten Bodenfeuchte-Messtationen melden […]
Weiterlesen...
Zum Charakter eines Frühlingsmonats gehört, dass er im Verlauf wärmer wird – normalerweise. In den letzten Jahren hat nicht selten der April genau das Gegenteil produziert, in diesem Jahr musste der März dran glauben. Das erste Monatsdrittel war das wärmste, das letzte Drittel das kälteste (hier das Beispiel Basel: 9.9 / 8.0 / 5.9 = 7.9 Grad Monatsmittel = + 0.9 Grad zur […]
Weiterlesen...
„Grosses Stochern im Nebel“ lautete die Überschrift unserer Winterprognose vom 23. November. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich bereits ab, dass die Langfristmodelle mit ihren Rechnungen vom 1. November auf dem Holzweg waren, denn bereits die zweite Novemberhälfte verunfallte mit dem nicht modellierten Wintereinbruch. Der Winter 2025/26 entpuppte sich denn auch als ICE: Zu früh losgefahren, gleich auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigt und auf halber Strecke […]
Weiterlesen...
Auch der diesjährige Februar entpuppte sich im südwestlichen Mitteleuropa als lupenreiner Frühlingsmonat. Mit einem Schnitt von 5.3 °C in den Niederungen der Alpennordseite der Schweiz (Mittel aus fünf repräsentativen homogenen Messreihen) war der Februar 2026 ein gutes Grad wärmer als das Märzmittel der Klimanormperiode 1961-90. Wie bereits im Januar fand der (Rest-)Winter 500 km weiter nordöstlich statt. Das Temperaturgefälle war enorm und die […]
Weiterlesen...
So einfach ist der erste Monat des Jahres 2026 gar nicht zu charakterisieren. Zwar resultierte in der Fläche auch im Alpenraum ein kleines Minus der Mitteltemperatur zur Norm 1991-2020, doch lokal reichte es nicht: In den Föhngebieten, am ausgeprägtesten aufgrund der häufig südöstlichen Anströmung im gesamten Rhonetal, war der Januar wärmer als normal (Sion +0.7°). Andersrum feierte man im deutschen Gebietsmittel einen Januar […]
Weiterlesen...
Kalter Start, vorgezogenes Weihnachtstauwetter mit West- oder Südwestlagen bis mindestens zum Jahreswechsel – so waren wir uns das in den letzten Jahren gewohnt. Was der diesjährige Dezember veranstaltet hat, war völlig entgegengesetzt zu den langjährigen Statistiken und war der krönende Abschluss zu einem verrückten Jahr, das wir aus gegebenem Anlass diesmal in einem separaten Beitrag behandeln werden. Sogar ein Kaltlufttropfen exakt zum Heiligen […]
Weiterlesen...
Sie sind häufiger als man denkt: Diese Monate, an die sich in ein paar Jahren kaum noch jemand erinnert, weil die Statistik keine Auffälligkeiten zeigt. Temperatur im langjährigen Mittel (über den Gesamtmonat gerechnet) und Niederschlag im langjährigen Mittel (über grössere Flächen gerechnet). Bei näherer Betrachtung teilt sich der Monat in eine sehr milde und eine aussergewöhnlich kalte Hälfte auf und der Regen ist […]
Weiterlesen...
Wer nicht gerade das Glück hatte, in den Alpen bzw. auf deren Südseite zu leben oder zumindest in akzeptabler Tagesausflugs-Distanz dazu, erlebte die sprichwörtliche November-Tristesse bereits einen Monat zu früh. Besonders hart traf es einen Streifen quer durch die Mitte Deutschlands mit einer Sonnenausbeute teils unter 50 % zur langjährigen Norm, aber auch das nördliche Alpenvorland wurde mit 60 bis 70 % nicht […]
Weiterlesen...Fabienne Muriset
Muri, Bern, Schweiz
fotometeo.ch rückt das Wetter ins richtige Licht. Spezielle Wetterphänomene, fantastische Wolkenformationen, Unwetter, Anomalien und ihre Wechselwirkungen mit der Natur werden hier thematisiert. Natürlich dürfen auch Wetterprognosen hinsichtlich spezieller Himmelsereignisse nicht fehlen.