In diesen neuen monatlichen Sammelbeitrag soll alles rein, für was es sich nicht lohnt, einen eigenen Artikel zu verfassen und soll der Gegenentwurf zu den Social Medias sein, die alle schon mehr oder weniger lang getestet und wegen zu geringer Reichweite wieder aufgegeben wurden. Ergänzungen zu anderen Blogs, Meldungen zu neuen Studien, Pressehinweise, Beobachtungen, Rekordmeldungen, Schnappschüsse aus der Natur und von Wetterstationstouren, Exkursionsberichte und allerlei Sonstiges, was interessant sein könnte. Erst mal versuchsweise, je nachdem wie gut es angenommen wird. Die Kommentarfunktion darf gerne genutzt werden, um Fragen zu stellen oder für Anregungen, Kritik, Wünsche… Unter dem Kurzwetterbericht auf der Homepage wird jeweils angegeben, wann hier etwas aktualisiert wurde.
Ergänzungen zur Monatsprognose September 2026
Die gemittelte Prognose des Bodendruckfeldes zeigt eine Mischung aus Hoch Mitteleuropa und West antizyklonal, dies ist das typische Spätsommermuster sowohl alter wie neuer Schule. Allerdings in einer Ausprägung, die sich in den letzten Jahren gehäuft hat. Die weit nördliche Frontalzone, erkenntlich an der schwarzen Linie im Geopotenzial, ist auch eher eine neuere Erscheinung, zumindest über einen ganzen Monat gemittelt. Der September wird immer mehr vom Früherbst- zu einem vollwertigen Spätsommermonat.
Beim Niederschlag wird die sehr nördliche Position der Frontalzone und somit des nassen Westwindgürtels noch deutlicher. Extrem trocken sieht die Alpennordseite aus, während südlich der Alpen zumindest Hoffnungen auf etwas Föhn-Südstau bestehen. Allerdings besteht zu befürchten, dass die für den Gesamtmonat errechnete Summe im schlechtesten Fall mit einem einzigen Ereignis fällt. Zur detaillierten Monatsprognose geht es hier lang: klick!
Faszinierend, wie sich das Gras innerhalb von zwei Wochen erholen kann
84.5 mm Regen sind in der zweiten Augusthälfte im Topf der NIME-Station Belp gelandet, und schon ist aus der gefühlten Sonora-Wüste das hier geworden:
Für den Wald kam der Regen allerdings zu spät. Immerhin konnten die Landwirte heute bereits wieder Siloballen vom Feld am rechten Rand nach Hause bringen.
Exkursion im Prättigau (Wetterstationen, Geologie, Alpenflora und -fauna)
Für eine ganztägige Radtour ist es auch Anfang September immer noch zu heiss, also hiess es in die Höhe flüchten. Über 20 Grad in 2150 m Höhe sind aber auch nicht ohne, der Sommer 2026 stellt auch im September munter weitere Rekorde auf. Selbst Eidechsen nehmen am Nachmittag eine Abkühlung im Bergbach:
Trotz abartiger Wärme war die Luft herbstlich anmutend klar. „Frische“ Meeresluft dank Westwind macht’s möglich:

Den ganzen Bildbericht gibt es hier: klick!
Neu: Wetterpostkarten-Archiv
Die seit bald 20 Jahren produzierten und überaus beliebten Wetterpostkarten (Aufnahmen von Wetterstationen mit aktuellen Wetterdaten zum Zeitpunkt des Besuchs) sind auf alle möglichen Kanäle verteilt und daher mit der Zeit nahezu unauffindbar geworden. Diese interessanten Zeitdokumente sind nun allesamt in einem Archiv vereint.
Lokalbrille: Sommer 2026 pulverisiert sämtliche Rekorde in Bern
Ausführliche August- und Sommerbilanzen aus gesamteuropäischer Sicht folgen in den nächsten Tagen. Hier schon mal ein Vorgeschmack:
Gleich um ein ganzes Grad wärmer als 2003 war der Gesamtsommer 2026 in Bern. Juli und August 2026 waren die beiden heissesten Monate der homogenen Messreihe seit 1864 und lösten die bisherigen Juli 2006 und August 2003 ab. Der Jahrhundersommer 1947 ist aus den Top 10 gefallen, somit befinden sich jetzt sämtliche Top10-Sommer im neuen Jahrtausend. Oder anders gesagt: Neun der letzten zwölf Sommer waren „Jahrhundertsommer“ nach Massstab des letzten Jahrhunderts.
